Solidarische Öko-Landwirtschaft

Eine wichtige Forderung von uns Grünen ist die nach einer nachhaltigen Landwirtschaft. Da geht es auf der einen Seite um ökologischen Landbau und das Ende der industriellen Massentierhaltung. Auf der anderen Seite darum, dass die Landwirte vernünftig von ihrer Arbeit leben können. Wie das funktionieren kann, habe ich mir in Hämelerwald auf Gut Adolphshof angeschaut. Dieser Hof wird zu einem Teil als eine solidarische Landwirtschaft betrieben. Dabei beteiligen sich die Kunden des Hofs als sogenannte Mitlandwirte am Ernterfolg des Demeterbetriebs. Sie zahlen eine feste Gebühr pro Monat und vergüten damit die bäuerliche Dienstleistung. Gleichzeitig erwerben sie damit einen Anteil an der Ernte, die sie allwöchentlich für den Eigenverbrauch beziehen. Das ist vergleichbar mit einer „grünen Kiste“.

Landwirtin Sabine Adam vom Gut Adolphshof beschreibt die Effekte so: „Diese Art des Wirtschaftens ermöglicht es uns, ein langfristig wettbewerbsfähiges Landwirtschaftsunternehmen zu führen. Kunden und Erzeuger rücken dabei nah zusammen und bestimmen gemeinsam, welche Art von Produkten erzeugt werden.“ Das kommt gut an. „Man ist einfach viel näher dran am Hofgeschehen“, unterstreicht Mitlandwirt Uwe Schmida, der davon berichtet, „dass die Mitbauern auch die Möglichkeit haben, sich aktiv an der Arbeit auf dem Hof zu beteiligen. Das schafft eine intensive Bindung zur Natur und steigert die Wertschätzung gegenüber dem hier erzeugten Gemüse-, Obst-, Eier-, Milch-, Käse- und Fleischangebots.“

Mit solidarischer Landwirtschaft besser wirtschaften

Ich persönlich bin begeistert vom Konzept der solidarischen Öko-Landwirtschaft. Neben der Tatsache, dass dieser Hof ganz ohne künstliche Dünger und Pestizide auskommt, freue ich mich besonders darüber, dass hier neue Ansätze der Vermarktung gefunden wurden. Davon kann der Hof gut leben. Die Lebensmittel werden in hoher Qualität und mit Leidenschaft für die bäuerliche Arbeit produziert. Das unterscheidet sich vom Angebot im Discounter. Wir brauchen mehr solcher Gemeinschaften zwischen Erzeugern und Verbrauchern, die für eine größere Produktvielfalt und natürliche Diversität stehen und zugleich die Wirtschaftlichkeit der bäuerlichen Betriebe deutlich verbessern.

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